Im November werden die Tage kürzer, die Nächte länger und die Sonne lässt sich oft nur selten blicken. Die Dunkelheit und das kalte Wetter können auf unsere Stimmung drücken. Manchmal fühlen wir uns müde, traurig oder auch etwas einsam. Auch in unserem Leben gibt es solche dunklen Momente. Zeiten, in denen uns die Freude fehlt, wir uns allein fühlen oder uns etwas belastet. Der heilige Martin von Tours erinnert uns daran, dass wir gerade in solchen Momenten füreinander Licht sein können. Als er seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte, schenkte er nicht nur Wärme, sondern auch Aufmerksamkeit, Trost und Hoffnung. Martin zeigt uns: Manchmal braucht es gar kein grosses Licht, sondern nur einen Menschen, der hinschaut, zuhört und sein Herz dem gegenüber öffnet. Ein freundliches Wort, ein Besuch, ein gemeinsames Lachen oder eine kleine Geste der Hilfe können unseren Alltag heller machen. Ebenso möchte auch Gott für uns ein Licht sein – besonders dann, wenn es in uns oder um uns herum dunkel wird. «Wenn die Tage dunkler werden und unsere Stimmung manchmal getrübt ist, dürfen wir uns an St. Martin erinnern. Sein Licht leuchtet weiter, wenn wir füreinander da sind. Vielleicht können wir heute für jemanden ein kleines Licht sein – und vielleicht dürfen wir auch selbst das Licht eines anderen Menschen annehmen.»
Manuela Baumann