Am 31. Oktober veranstalten wir dieses Jahr erstmals die Nacht der 1000 Lichter. Eine Initiative aus der Kirche in Österreich, die bewusst eine Alternative zu dem in den letzten Jahren so populär gewordenen Halloween bietet. Die Nacht der 1000 Lichter steht unter dem Motto:

„Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“
Psalm 119

Dies soll uns an den ursprünglichen Gedanken von Halloween erinnern, dem All-Hallows-Eve. Zu Deutsch: Der Abend vor Allerheiligen. Er gehört zum Festkreis um Allerheiligen am 1. November und Allerseelen am 2. November. Dabei stehen die Heiligen und das Gedenken an Verstorbene im Mittelpunkt. Gemeint sind Menschen, die nach unserem Glauben bei Gott vollendet sind, nicht mehr glauben, sondern ihn von Angesicht zu Angesicht sehen. Ihr Leben und Wirken dient uns als Vorbild und soll uns zeigen, wie Glaube, Liebe und Mitmenschlichkeit gelebt werden können. Jeder von ihnen einzigartig und doch weisen sie alle auf Gott hin und weisen uns den Weg durch Zeit und Ewigkeit. Das Fest steht deshalb auch für die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und die Gemeinschaft mit Gott. Der Unterschied zu Allerseelen am 2. November: Allerheiligen gilt den Heiligen; an Allerseelen wird besonders für alle Verstorbenen gebetet. Gräberbesuche und Kerzen gehören im deutschsprachigen Raum häufig schon an Allerheiligen dazu. Die Kerzen sind ein Symbol der Hoffnung, das Licht des Glaubens, dass übe den Tod hinaus in der Dunkelheit leuchtet. Das wird besonders deutlich, wenn wir in diesen Tagen nachts einen Friedhof besuchen und die vielen Kerzen sehen, kleine, aber sehr wirksame Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht. Lassen wir uns entzünden, um selbst zu Lichtern für andere zu werden.

Joža Tadić