Der August schenkt uns die Fülle des Sommers. Felder und Gärten stehen in Blüte, Kräuter verströmen ihren Duft, die Schöpfung erzählt von Gottes verschwenderischer Güte. In diese Zeit hinein feiern wir das Fest Mariä Himmelfahrt – ein Fest der Hoffnung.
Maria ist die erste, an der sich erfüllt, was Gott allen Menschen verheißt: Sein Ja zum Leben ist stärker als Vergänglichkeit und Tod, er schenkt Leben in seiner Fülle. Maria ist das leuchtende Zeichen der Hoffnung. In ihr wird sichtbar, dass unser Weg nicht im Endlichen endet, sondern in Gottes Liebe seine Vollendung findet.
Mariä Himmelfahrt lädt uns ein, den Himmel nicht nur als fernes Ziel zu betrachten, sondern schon heute, mitten in unserem Alltag Spuren des Himmels zu entdecken: in einem freundlichen Wort, einer helfenden Hand, einem offenen Herzen, einer hoffnungsschenkenden Begegnung. Überall dort leuchtet bereits etwas von Gottes Reich auf.
Maria hat ihr Leben ganz in Gottes Hände gelegt. Sie wusste nicht, wohin jeder Schritt sie führen würde, und doch vertraute sie. Dieses Vertrauen macht sie bis heute zu einer Wegbegleiterin für alle, die nach Hoffnung suchen.
Die gesegneten Kräuter sind dafür ein schönes Zeichen. Ihre heilende Kraft erinnert uns daran, dass Gott uns nicht nur für die Ewigkeit bestimmt hat, sondern uns auch heute stärken, heilen und aufrichten möchte. Sein Segen gilt der ganzen Schöpfung – und jedem einzelnen Menschen.
Möge das Fest uns neu Hoffnung schenken und uns ermutigen, mit Maria den Blick auf das Wesentliche zu richten – auf den Gott, der Leben schenkt und dessen Liebe stärker ist als alles, was vergeht, der uns auf Erden schon den Himmel spüren und erahnen lässt.
Corinna Vorwieger