Wenn der Geist Gottes die Regie übernimmt
Pfingsten wird oft als der «Geburtstag der Kirche» bezeichnet. Doch was wir in unserem Pastoralraum Region Altnau erleben dürfen, ist weit mehr als das Gedenken an ein historisches Ereignis. Es ist das lebendige Zeugnis dafür, dass nicht wir Menschen es sind, die Kirche «machen» – sondern dass der Heilige Geist die wahre Kraftquelle ist.

Ein Frühling voller Gnade
In einer Zeit, in der oft über den Rückgang des kirchlichen Lebens berichtet wird, schenkt uns der Geist Gottes in unserer Region Zeichen, die uns mit tiefer Zuversicht und Dankbarkeit erfüllen:
-17 Kinder durften wir durch die Taufe neu in die Gemeinschaft der Kirche aufnehmen.
-36 Kinder empfingen mit leuchtenden Augen ihre erste heilige Kommunion.
-23 Jugendliche sagten bei der Firmung bewusst Ja zu ihrem Weg mit Gott.
Diese jungen Menschen sind die «lebendigen Steine» unserer Gemeindschaft. Sie erinnern uns an das Pfingstwunder: «Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt» (Apg 2,4).

Ein Pastoralraum, der atmet
Dass die Kirche lebt, zeigt sich nicht nur in den grossen Festen, sondern im pulsierenden Alltag unseres Pastoralraums: In der Stille des Gebets, in den begeisterten Angeboten des MEHR-Lobpreises, bei den Hausbesuchen, in den Gebetsgruppen, an Seniorennachmittagen oder im Religionsunterricht, im fröhlichen Lärm der Jugendtreffs und Musical-Projekte. Ob auf Wallfahrt oder in den verschiedenen Begegnungen vor Ort – der Geist weht in der Vielfalt unseres Miteinanders.

Den Geist erfahren
Oft sorgen wir uns um Strukturen und Strategien. Doch Pfingsten korrigiert unsere Perspektive: Nicht Management trägt die Kirche, sondern die persönliche Erfahrung Gottes. Der Theologe Karl Rahner brachte es auf den Punkt:
«Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein.»
In all unseren Aktivitäten geht es um genau diese Erfahrung. Die Begeisterung der jungen Generation ist unser Kompass. Wir blicken mit Freude nach vorn, weil wir wissen: Die Leitung der Kirche liegt letztlich in Gottes Händen.

Möge das Feuer des Heiligen Geistes vom Pfingstfest in uns allen weiterbrennen!

Ivan Trajkov