Welches Kind wünscht sich an seiner Geburtstagsfeier keine Schatzsuche? Vielleicht hatten Sie selbst früher auch schon eine Schatzsuche auf Ihrer Geburtstagswunschliste? Die Schatztruhe zu finden, vielleicht mit Hilfe einer Schatzkarte oder dem Lösen von verschiedenen Aufgaben, das Versteck endlich zu entdecken. Und dann die Freude über die darin enthaltenen Überraschungen!

Ja, Schätze faszinieren uns. Wer einen Schatz entdeckt, spürt Freude, Staunen und sicherlich auch ein bisschen Finder-Stolz.

Die Erstkommunionkinder haben sich unter dem Motto «Jesus, unser grösster Schatz» in den letzten Monaten intensiv auf eine Schatzsuche begeben. In den Gruppenstunden, an gemeinsamen Samstagen und in den verschiedenen Gottesdiensten entdeckten sie Schritt für Schritt den Schatz unseres Glaubens. Sie spürten immer mehr: Der grösste Schatz besteht nicht aus Gold oder Edelsteinen - Jesus spricht von einem anderen Schatz, einem, der viel tiefer geht.

Jesus schenkt uns seine Nähe, seine Freundschaft und seine Liebe. In der Eucharistie kommt er uns ganz besonders nahe. Im Zeichen von Brot und Wein sagt er zu uns: Ich bin bei euch. Ihr seid mir wichtig, jede und jeder so wie er ist. Diese Zusage gilt nicht nur am Tag der Erstkommunion, sondern für jeden Tag unseres Lebens.

So wie ein echter Schatz etwas ist, das wir bewahren und pflegen, so müssen wir auch den Glauben sorgsam pflegen. Wir müssen ihm Raum und Zeit geben – im Gebet, im Hören auf Gottes Wort, im Feiern in der Gemeinschaft. Nur so kann der Glaube wachsen und gedeihen. So kann die Freundschaft mit Jesus immer stärker und tiefer werden.

Möge die Entdeckungsreise, die Schatzsuche für unsere Erstkommunionkinder und ihre Familien niemals enden, sondern immer weitergehen. Und möge das Fest der Erstkommunion ein Tag voller Freude werden, an dem spürbar wird: Mit Jesus haben wir den grössten Schatz gefunden, eine Liebe, die trägt, die stärkt, die tröstet und uns begleitet ein Leben lang.

 

Corinna Vorwieger