Vor wenigen Wochen hat die Fastenzeit begonnen. Mit Asche wurden wir bezeichnet, mit den Worten: „Aus Staub bist du geworden, zu Staub wirst du zurückkehren!“ Es sind Worte die uns an unsere Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit erinnern. Darin erkennen wir den Wert des Lebens – ganz besonders da. Die Liebe Gottes, die uns hält, trägt, bewahrt, auch wenn wir in unserem Alltag oft gedankenverloren in unserer Zerstreuung, unseren Sorgen, unsrem alltäglichen um uns selber Kreisen verharren. Die Fastenzeit lädt uns dazu ein, dieses Kreisen um uns selbst zu durchbrechen. Innezuhalten, stehen zu bleiben und unser Leben immer neu auf Gott auszurichten. Im Verzichten Nein zu sagen zu uns selber, um Raum zu schaffen für ihn, der allein unsere Leere wirklich füllen kann. Gott weiss um unsere Begrenztheit und unsere Vergänglichkeit, und doch spricht er uns immer wieder neues Leben und neue Hoffnung zu. Er sieht unsere Unruhe, unsere Sorgen und das viele Kreisen um uns selbst, und schenkt uns in seiner Nähe Frieden, der unser Herz neu sammelt. Er ruft uns, innezuhalten und unser Leben neu auf Gott auszurichten, damit wir aus seiner Liebe leben und unseren Weg in seinem Licht gehen. In einem Gebet ausgedrückt:
Du willst keine grossen Leistungen,
sondern ein offenes Herz.
Ein Herz, das zu dir kommt, wie es ist.
So ein Herz nimmst du an.
Manches in meinem Leben
ist nicht so, wie ich es mir wünsche.
Du kennst mich ganz genau
und weisst, was mich belastet.
Mach mein Herz hell.
Nimm weg, was schwer auf mir lastet.
Lass mich neu anfangen
und Freude empfangen.
Schenk mir ein neues Herz, Gott,
ein Herz voller Vertrauen.
Bleib bei mir, mit deiner Nähe
und lass mich nicht allein.
Amen.
Joža Tadić