Am Aschermittwoch, 18. Februar, hat die 40-tägige Fastenzeit begonnen. Die Fastenzeit wird in der Kirche österliche Busszeit genannt. Es ist eine Zeit der Umkehr und der Busse, der Vorbereitung auf das Osterfest. Jesus hat 40 Tage in der Wüste gefastet, bevor er öffentlich auftrat und seine Verkündigung mit dem Ruf anfing: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium, das heisst an die frohe Botschaft vom Reich Gottes.
Umkehren heisst zugeben, dass man auf dem falschen Weg ist, dass man die Richtung seines Lebens ändern muss, dass man zu Gott umkehren soll. Was uns daran hindert, das sind unsere menschlichen Schwächen und Sünden.
Deshalb hat uns Jesus eine Geschenk hinterlassen, um von den Sünden frei zu werden. Er selber hat die Sünden der Welt hinweggenommen durch seinen Tod am Kreuz, zur Vergebung der Sünden, wie es die Abendmahlsworte sagen; „das ist mein Blut, das für euch hingegeben wird zur Vergebung der Sünden.“
Die Beichte ist das Sakrament der Busse, der Versöhnung mit Gott, das Jesus uns schenkt, wenn wir ihm unsere Schuld und unsere Sünden bekennen. Sie ist das Sakrament, das Jesus am Ostersonntagabend seinen Jüngern geschenkt hat, als er zu ihnen nach dem Friedensgruss sprach: „Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen.“
Das Sakrament der Beichte wird heute oft das vergessene Sakrament genannt. Dabei ist es ein Geschenk, das befreit, versöhnt und alle Schuld von uns wegnimmt.
In den Mitteilungen unseres Pastoralraums können Sie lesen, wo in der Fastenzeit Beichtgelegenheiten sind.
P. Josef Gander